NICHTS IST GUT IN AFGHANISTAN?

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  • Beitrag veröffentlicht:6. Mai 2021
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Ein aktueller Bericht

Es ist lange her. In ihrer Neujahrspredigt 2010 hatte die damalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann gesagt: „Nichts ist gut in Afghanistan!“

Damals stand Afghanistan im Fokus der Öffentlichkeit und die westliche Militärintervention sollte den Menschen in einem geschundenen Land zu mehr Menschenrechten und Freiheiten verhelfen. Elf Jahre später ist in Afghanistan nichts besser geworden – und in der NATO wird über einen möglichen Abzug oder einen weiteren Verbleib nachgedacht. Ein realistisches Ziel der Militärintervention ist nicht zu erkennen.

Die Christusträger Bruderschaft Triefenstein ist seit Herbst 1969 in Afghanistan tätig: zunächst im Dorf Jalraiz, um dort für die Leprakranken eine kleine Klinik aufzubauen. Nach zehn Jahren setzte der russische Einmarsch dieser Arbeit ein Ende. Sie mussten sich nach Kabul zurückziehen und hier neue Behandlungsmöglichkeiten einrichten. Daraus sind zwei kleine Kliniken für Lepra- und Tuberkulosekranke entstanden und eine Werkstatt für technische Unterstützung der Hospitäler der Stadt. Diese Einrichtungen sind längst stark verwurzelt, viele afghanische Mitarbeiter und Ärzte arbeiten mit den Brüdern zusammen. Ihr gemeinsames Engagement hat auch die schlimmen Bürgerkriegsjahre nach der russischen Besatzung überstanden, in der diese Einrichtungen für viele Menschen und Hospitäler eine wichtige Überlebenshilfe wurden.

Dieser Vortrag kann aus erster Hand die aktuelle Lage in Afghanistan beschreiben und auch Hintergrundinformationen liefern, die uns helfen, die Vorgänge in Afghanistan einordnen zu können.